Tuesday 19th of September 2017

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Sportverein Oberostendorf, 1990 10 Jahre Abt. ­Tennis im svo Chronik Im Jahre 1980 sollte auf die Initiative des damaligen ersten Vor­standes und Bürgermeisters, Günther Schlecht, und des Rechtsanwal­tes Werner Monshausen die Idee verwirklicht werden, den SV Ober­ostendorf um eine Sparte Tennis zu erweitern.Nach Bekanntgabe dieses Vorhabens in der Bevölkerung kam es am 12. März '80 zu einer ersten Besprechung im Vereinsheim, wozu 26 inte­ressierte Personen erschienen. Man kam damals überein, sich Infor­mationen und einen Kosten-voranschlag zu besorgen. Dieser wurde sechs Wochen später von der Fa. Geiger übergeben und belief sich auf 101.172.- DM. Nach einer weiteren informativen und schöpferischen Pause konnte dann am 04. Mai 1980 die Sparte Tennis im SVO gegründet werden. Auf Anhieb trugen sich 76 Mitglieder ein, die dann als Gründungsvor­stand Herrn Werner Monshausen wählten. Als zweiter Führungskopf in der neuen Abteilung nahm Max Schmid aus Eurishofen seine Wahl an. Diese beiden "Männer der ersten Stunde" waren auch ziemlich die einzigen, die Erfahrung in der Sportart Tennis mitbrachten, was ge­rade am Anfang für uns andere, die wir "blutige Anfänger" waren viele Vorteile brachte.Aber was ist eine erwartungsvolle, begeisterte Truppe wert, wenn sie kein Betätigungsfeld hat? Es sollten also so schnell wie mög­lich zwei Tennisplätze gebaut werden.Da wiederum war es Günther Schlecht, der viel Energie und Engage­ment einsetzte, um das Vorhaben zügig zu verwirklichen. Ein Bauan­trag war notwendig, Zuschüsse mussten beantragt werden. Ein eigens eingerichteter Bauausschuss sollte die einzelnen Abschnitte vorbe­reiten, koordinieren und beratend zur Seite stehen.Als dann am 13. Mai 1980 die Baugenehmigung des Landratsamtes ein­traf, stand der Durchführung des Platzbaus nichts mehr im Wege. Nach einigen vorbereitenden Arbeiten wie Aushub, Dränage einbringen und Kies anfahren, folgte am 21. Juni 1980 um 8.00 Uhr der offi­zielle Baubeginn. Ein weiterer wichtiger Mann war damals auch "Ka­po" Adolf Baum, der viele Stunden damit verbrachte, den Tatendrang der freiwilligen Helfer in die richtigen Bahnen zu lenken.Am Ostermontag, dem 20.04.81 konnte dann endlich der Spielbetrieb beginnen.

Leider machten unsere Belange bei den Behörden weniger schnelle Fortschritte. Die Zuschüsse ließen lange auf sich warten. Erst am 22. September 1981 wurden vom Landratsamt 4.000.- DM Anzahlung ange­kündigt. Die Gemeinde versprach damals einen Zuschuss von 10 - 15% und wollte bei der Zwischenfinanzierung der Zuschüsse helfen. Der große Batzen, den Günther Schlecht über das Programm "Freizeit und Erholung" beantragt hatte, sollte erst viel später kommen. Dieses Geld wurde erst am 06. Oktober 1983 bewilligt, zu einer Zeit, als bei der Sparte Tennis kaum noch jemand von Schulden sprach.Ein weiterer Beweis für die Rührigkeit der tennisbegeisterten Mit­glieder war die Tatsache, dass damals, als am 31.März 1981 der Reg. Amtsrat Heiseler mit einer Ausnahmegenehmigung den vorzeitigen Bau­beginn erlaubte, die ganze Anlage schon so gut wie fertig war. Ne­ben all den Baumaterialien wurden bei der Erstellung der zwei Plät­ze und der Gerätehütte auch 97 Kästen Bier und eine Kiste Limonade verbraucht. Auf der Generalversammlung des SVO am 30. Mai 1981 hieß es zum Ten­nisplatzbau: "Bis zur endgültigen Fertigstellung werden sich die Kosten auf DM 48.000.- belaufen. Es sind Zuschüsse von DM 31.000.­zu erwarten, die Eigenvorauszahlung der Tennismitglieder beträgt DM 24.000.-" Schließlich hatten die damals 82 Tennismitglieder be­reits zwei Jahresbeiträge bezahlt, ohne einmal Tennis gespielt zu haben. Der Beitrag aus der ganz "verlorenen" Saison '80 wurde den Mitgliedern in den Jahren '85 und '86 in zwei Raten zu je DM 50.­zurückverrechnet. Anfang '81, als der Beginn des Spielbetriebes in Aussicht stand, gab es auch neben der Baustelle Aktivitäten. In mehreren Mitglie­der- und Sparten-vorstandsversammlungen musste viel diskutiert und beschlossen werden. Der Platzreservierungsmodus wurde festgelegt (er musste später noch einige Male geändert werden), eine erste Spiel und Platzordnung, erstellt von Schmid Max, wurde verlesen, Schlüssel und Belegschildchen konnten gegen eine Kaution erhalten werden und eine Gästegebühr von DM 5.- wurde beschlossen.Einmal, es war am 23. April '81, fand im Sportheim eine regelrech­te Materialausstellung statt, bei der sich so mancher seinen er­sten Schläger und einen Satz Bälle aussuchte.Bereits damals wurde an die Jugend gedacht und beschlossen, dass Kinder von Mitgliedern bis 16 Jahre kostenlos, und Jugendliche zwi­schen 16 und 18 Jahren für DM 50.- im Jahr Tennis spielen dürfen. Man kaufte auch noch zwei Schiedsrichterstühle und sechs Sitzbänke, damit sich die Gäste die ersten Spielversuche der zukünftigen Stars in entspannter Lage anschauen konnten.Schon bald war der Andrang so groß, dass es notwendig wurde, die Mitgliedergrenze von 80 auf 100 zu erhöhen und nur noch Ortsansäs­sige beitreten zu lassen. Auch die Aufnahmegebühr wurde auf DM 200.- hochgesetzt, aber Kinder von Nichtmitgliedern sollten dennoch eintreten können.Das erste Clubturnier im Herbst '81 konnte nicht beendet werden, eine Verschiebung auf Anfang '82 war witterungsbedingt unumgäng­lich. Danach sollte dann eine Rangliste erstellt werden.Dass aller Anfang schwer ist, zeigen Ermahnungen wie: -Es darf nur in Tennisschuhen und Sportkleidung gespielt werden! -Auf dem Platz ist das Rauchen verboten! -Die Plätze müssen nach dem Spiel abgezo­gen werden! -Leere Flaschen und volle Aschenbecher sollen nicht stehengelassen werden! usw. Doch dies bekam man bald in Griff.Auch in der Kassenführung setzte sich eine klare Linie durch. Die Finanzen, - bis jetzt in der Luft zwischen Hauptvorstand, Sparten­leiter und Kassier, - sollten in eine Hand gelegt werden, in die des Kassiers. Ein Kassenbuch wurde am 09.07.1982 begonnen.Die Pflege der Anlage, - das wurde bald eingesehen -, musste ein Platzwart übernehmen. Der erste war noch 1981 Georg Kaltenmair, ihm folgten 1982 Schmid Franz und dann 1986 Walter Fasching, der das Amt noch heute zur Zufriedenheit aller ausführt. Das Jahr 1983 verlangte Neuwahlen zur Spartenvorstandschaft, aus denen Franz Schmid als erster und Fritz Obermaier als zweiter Spar­tenleiter hervorgingen. Ansonsten verlief es im Großen und Ganzen ruhig, jeder konnte sich voll auf das Tennisspielen konzentrieren. Am 15.11.83 lud die Spartenleitung erstmals zu einer Jahresabschlussfeier mit Siegerehrung ein, was dann zur Regel wurde.Die Erfahrung der letzten Jahre zeigte, dass auf dem Tennisplatz dringend Toiletten benötigt wurden. Da mittlerweile der bereits er­wähnte Zuschuss für den ersten Bau mit 22.900.-DM zugesagt worden war, entschloss sich die Mitgliederversammlung am 25.04.84, an der Ostseite der Plätze das Gebäude mit Toiletten, Duschen und einem Aufenthaltsraum zu bauen, wie wir es heute kennen.Weil in der Zwischenzeit die Arbeitswut in bezug auf freiwillige Einsätze merklich nachgelassen hatte, kam man überein, von jedem Mitglied ein Arbeitsgeld von DM 70.- zu verlangen, das aber mit 7 Std. Hilfe auf dem Bau abgegolten werden konnte. Für DM 168.- er­teilte das Landratsamt am 11.07.84 die Baugenehmigung, am 30.12.84 beantragte Günther Schlecht auf der Basis eines Kostenvoranschlages über 68.000.- DM beim gleichen Amt einen Zuschuss.Der Hauptverein SV Oberostendorf war durch die 1979 gegründete Sparte Eishockey und die Abteilung Tennis in seiner Struktur nun so verändert worden, dass die alte Satzung den Erfordernissen nicht mehr gerecht wurde. Am 25.04.84 stellte Rechtsanwalt und Vereins­mitglied Peter Roßbandt eine Neufassung vor, die auch die Belange der beiden neu hinzugekommenen Sparten berücksichtigte.Im Frühling '85 wären dann wieder Neuwahlen in unserer Abteilung fällig gewesen. Die Spartenvorstandschaft entschloss sich damals, diese auf den Herbst zu verschieben, damit der Bau des Tennishei­mes von der alten "Führung" vollendet werden konnte.Dennoch lud man für den 20.03.85 zu einer Mitgliederversammlung ein, auf der sich unter anderem die Brüder Horst und Günther Schlecht als Prüfer für das Baukonto zu Verfügung stellten, das Peter Roßbandt führte und über das der Bau 2 abgewickelt wurde. Obwohl das Haus immer noch nicht ganz fertig war, fand dennoch am 19.11.85 eine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen statt, aus der Fritz Obermaier als erster und Siegfried Geiger als zweiter Vor­stand hervorgingen. Weil sich so mancher nach viel Trainingseifer nun endlich messen wollte, wurde auf dieser Versammlung der Ein­stieg in die Verbandsrunde gefordert. Die Mehrheit der Mitglieder war sich jedoch noch nicht so sicher und beschränkte sich auf den Beschluss, dass 1986 Freundschaftsspiele gegen andere Clubs sein sollten. Die Mitgliederobergrenze wurde damals auf 120 festge­setzt. 1986 setzte sich die Spartenleitung das Ziel, die Saison erst zu eröffnen, wenn der Bau abgeschlossen sei. Am 01. Mai war es dann soweit. Das Haus mit der Sanitäranlage und dem Aufenthaltsraum konnte eingeweiht werden. Lobend hervorgehoben wurde der Einsatz der Mitglieder, die zusammen 863 Arbeitsstunden geleistet hatten. Der fleißigste unter ihnen, Schmid Franz, brachte es auf 174,5 Std. Das Baukonto wies am 14.07.86 einen Sollstand von 12.811.- DM aus, der von der laufenden Rechnung auf 9.000.- DM Schulden getilgt werden sollte, über die dann ein Kredit aufzunehmen war.Immer wieder finden sich in den Sitzungsprotokollen Hinweise auf große Bemühungen um die Jugend. Am 19.05.86 fand auf der Tennisan­lage ein Informationstag für die Eltern interessierter Jugendlicher statt, bei dem die neue Einrichtung des Jugendtrainings am Samstagvormittag vorgestellt wurde. Vor allem Bernhard Gänsheimer zeigte selbstlosen Einsatz, als er fast jeden Samstagvormittag für die Ju­gendarbeit "opferte". -Und das hat er bis heute beibehalten.- Den Abschluss für den Nachwuchs bildet jedes Jahr ein Turnier mit Grill­fest. Auch die Erwachsenen hatten Fortschritte gemacht, und so wurde noch im November '86 von der Mitgliederversammlung beschlossen, in der nächsten Saison an der Verbandsrunde teilzunehmen. Zum Kapitän der Mannschaft wurde Bernhard Gänsheimer bestimmt, der sich auch um die weiteren notwendigen Schritte kümmerte.Im Frühjahr 1987 dann kamen die Spieler zu einer Mannschaftssitzung zusammen, auf der das Reglement der Verbandsrunde besprochen wurde. Um allen Mitgliedern noch bessere Trainingsbedingungen zu schaffen, kaufte die Sparte damals eine Ballwurfmaschine, für die wir später von der Gemeinde einen Zuschuss von DM 200.- erhielten. Die eben­falls versprochenen 500.- DM vom Hauptverein trafen leider nie ein. Am 1. Mai '87 begann die Verbandsrunde, aus der die Mannschaft mit 4:4 Punkten und einem 5.Platz bei neun teilnehmenden Teams her­vorging.Neben aller sportlichen Betätigung wollten die Tennis´ler natürlich die Geselligkeit nicht zu kurz kommen lassen. Nach zahlreichen Clubmeisterschaften, Schleifchen- und Vatertagsturnieren, sollte im Juli '87 erstmals ein Sommernachtsfest auf dem Tennisplatz veran­staltet werden, welches dann auch von vielen Gästen gut angenommen wurde. In einem Protokoll vom 27.08.87 ist von einer gewissen Finanzmisere bei der Sparte die Rede, weil der versprochene Zuschuss des Land­ratsamtes für den Bau 2 immer noch nicht eingetroffen war. Man entschloss sich, die Tilgung für einige Zeit auszusetzen und nur noch die Zinsen zu bezahlen, bis die Situation durch neue Beiträge verbessert werden konnte.Und wieder tauchen Hinweise für die Jugendarbeit auf. Günter Fa­sching besuchte für den Club einen Fachhelferlehrgang und der Trai­ner Herbert Fischer aus Neugablonz hielt im September auf unserer Anlage einen dreitägigen Jugendtenniskurs ab.Neuwahlen standen auf der Mitgliederversammlung am 25.03.88 an, bei denen die beiden Vorstände Fritz Obermaier und Siegfried Geiger noch einmal für zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt wurden. Eine Be­lohnung für ihr Engagement zugunsten der Sparte Tennis war für die beiden bestimmt der große Erfolg der Mannschaft in diesem Jahr. Sie stieg zur Freude aller in die Kreisklasse 2 auf.Für die Vereinsmeisterschaften sollte es in diesem Jahr erstmals Wanderpokale geben. Den für die Damen spendierte spontan die dama­lige Schriftführerin Ellengard Schlecht. An dieser Stelle sei ihr nochmals gedankt.Die Entwicklung der Sparte Tennis im SV Oberostendorf ging auf al­len Gebieten weiter. So begannen einige Väter, angeführt vom Vorstand Fritz Obermaier, am 23.07.88 an der Nordseite des Tennisheimes mit dem Bau eines Kin­derspielplatzes, der den Eltern störungsfreieres Tennisspielen er­möglichen sollte.Bedingt durch einen großen Andrang von jugendlichen Tennisspielern und ermutigt durch den Aufstieg der Mannschaft in die höhere Klas­se, stellte die Spartenleitung an die Gemeinde den Antrag auf die Erweiterung der Anlage um einen dritten Platz. Die Gemeinderäte stimmten dem zu, es mussten 32.000.- finanziert werden. Nach Abseg­nung durch die Mitgliederversammlung und den Gesamtvorstand des SVO stand einem Baubeginn nichts mehr im Wege.Da mit freiwilligen Helfern nur vereinzelt zu rechnen war, entschloss man sich, die Erstellung des Platzes fest zu vergeben. Be­reits am 16.07.89 konnte Pfarrer Lutz das Spielfeld einweihen. An Zuschüssen gingen ein: 10.000.- DM vom BLSV, 5.500.- DM vom Land­kreis und 2.000.- DM vom Reg. Bezirk Schwaben. Die restlichen DM 22.500.- werden ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge der Spar­te finanziert. Nun endlich konnten auch die Jugendlichen mit eigenen Schildchen an Werktagen bis 17.00 Uhr Spielzeiten reservieren und allein den Platz betreten.Eine weitere Neuerung war 1989 die erste Seniorenmeisterschaft, bei der man erst mit 40 Jahren an den Start gehen durfte. Es gewann da­mals Manfred Weigl.Die Mannschaft kämpfte hart um den Verbleib in der Kreisklasse 2 und schaffte ihr Ziel schließlich knapp mit einem 7. Platz bei 4:12 Punkten.Auf einer schwach besuchten Spartenversammlung - es waren nur 18 Personen erschienen - musste wieder einmal eine neue Vorstandschaft ge­wählt werden. Da Fritz Obermaier und Siegfried Geiger ihre Ämter zur Verfügung stellten, war es notwendig, neue Leute zu finden. Erst nach einiger Bedenkzeit stellte sich schließlich Franz-Peter Müller zur Verfügung. Er wurde zum ersten Spartenleiter gewählt. Seine Stellvertreterin wurde Sophie Wartini.Bei vielen Spartenmitgliedern ließen sich in der Saison '90 beacht­liche "Durchhänger" feststellen, die Spielaktivitäten sollten ange­regt werden, man musste sich etwas einfallen lassen. Sophie Wartini organisierte ein spezielles Frauentennis, die Mannschaft veranstal­tete auf eigenes Risiko einen Tanzabend und finanzierte sich damit ein Trainingslager und als besonderer Service wurde ein Telefon für den Tennisplatz bestellt.Eine besondere Herausforderung für die neue Vorstandschaft war wohl die Gestaltung eines Festwagens für das Bezirksmusikfest in Ober­ostendorf. Doch auch diese Aufgabe wurde in guter Zusammenarbeit gemeistert.Am Ende dieses Rückblickes möchte ich für Oberostendorf der ande­renorts oft kritisierten Hochnäsigkeit der Tennisvereine widerspre­chen. Die Sparte Tennis war immer bemüht, anderen Sparten oder Vereinen behilflich zu sein und so mit diesen in Einklang zu leben.So beteiligten sich die Tennisspieler jedes Jahr am gemeinsamen Fa­schingsball des Vereins, sie waren eingeteilt zur Nachtwache im Zelt der Fußballer bei ihrem Pokalturnier und sie halfen beim Auf­bau des Zeltes für die Feier des 40 jährigen Vereinsjubiläums. Zu­dem steht den Fußballern seit Bestehen der Plätze in der Gerätehüt­te ein Kalkraum zur Verfügung, und nach dem Erweiterungsbau erhiel­ten sie eine Garage für die Grassammelmaschine. Dass es auch ab und zu Meinungsverschiedenheiten gab, soll hier gar nicht verschwiegen werden.Zum Schluss gekommen, wünsche ich der Sparte Tennis weiterhin viel Erfolg, gute Zusammenarbeit und immer so rührige und einsatzfreudi­ge Vorstände, wie wir sie bis jetzt hatten. Klaus Zindath, Lengenfeld, am 17.11.1990 Fortsetzung  Das 10-jährige erfolgreiche Bestehen der Sparte Tennis war in Oberostendorf Anlass genug, auch weiterhin mit viel Freude dem Tennissport nachzugehen. Nicht nur die Herrenmannschaft konnte im Jubiläumsjahr 1990 die Kreisklasse 2 erhalten, auch die übrigen Tennisspieler waren mit großer Begeisterung beim Tennisspielen. Und das alles, so wurde in den Protokollen vermerkt, „mit deutlicher Tendenz nach oben“. Nicht schlecht also, was man nach 10 Jahren in Oberostendorf erreicht hatte. Doch ob der damalige Schriftführer Erhard Schmid Recht behalten sollte?An stolzen 26 Samstagen wurde im Jahr 1990 mit jeweils ca. 30 – 35 Jugendlichen das Jugendtraining abgehalten. Die Jugendarbeit wurde in der Tennisabteilung eben schon immer groß geschrieben. Und zu verdanken ist dies vor allem Bernhard Gänsheimer, der sich den Jugendlichen in ganz besonderer Weise verpflichtet hat. Seinem Engagement Samstag für Samstag ist es zu verdanken, dass den Tennis´lern die hoffnungsvollen Nachwuchstalente bis heute nicht ausbleiben.  Der Mitgliederstand zu Beginn des Jahres 1991 betrug 130 Personen. Damit konnte ein konstant hohes Niveau an Mitgliedern gehalten werden. Vom 19.08. – 22.08.1991 wurden der Ferienfreizeit des Schulverbandes Westendorf zwei Tennisplätze unter Aufsicht von Marlies Geiger zur Verfügung gestellt. So konnte einem breiten Kreis von Jugendlichen in den Sommerferien die Chance gegeben werden, das Tennisspielen unter fachkundiger Anleitung des Trainers Dumberger zu erlernen. Natürlich war man dabei nicht ganz uneigennützig, denn neue Mitglieder waren stets willkommen.Die sportlichen Aktivitäten wurden von der Teilnahme der Herren an der Verbandsrunde und den Vereinsmeisterschaften bestimmt. Einige Jugendliche nahmen auch am Sparkassen-Cup in Kaufbeuren und Buchloe teil. Erstmals wurde 1991 auch der „Tennistreff“ ins Leben gerufen. An jedem ersten Mittwoch im Monat traf man sich dabei auf der Tennisanlage und spielte abwechselnd gegeneinander. Der Tennistreff kam bei den Mitgliedern so gut an, dass man beschloss, den Tennistreff als feste Institution beizubehalten. Damit war es den Oberostendorfern erneut gelungen, das Angebot an verschiedenen sportlichen Aktivitäten zu erweitern.Der Kassenbericht weist damals einen Schuldenstand von 14563,- DM aus, welchem 5796,- DM als Guthaben gegenüberstanden. Kassier Klaus Zindath konnte somit einen weiteren Abbau der Schulden verkünden. Dazu beigetragen haben sicherlich auch die Spenden der Firma „Kreuter“ und der Stadtsparkasse Kaufbeuren, die in einem Protokoll der Spartenversammlung lobend hervorgehoben wurden.Allerdings haben auch die Spenden nicht dazu gereicht, eine eigene Bespannungsmaschine für die Sparte Tennis zu kaufen. Selbst eine gebrauchte Maschine war damals zu teuer und wurde folglich vom Vorstand nicht angeschafft. Einig war man sich jedoch darüber, eine Küchenzeile für den Nebenraum anzuschaffen. Mit Kosten in Höhe von 3.500,- rechnete Vorstand Franz-Peter Müller, eine Installation war für das Frühjahr 1992 angedacht.Etwas, was auch im Jahre 1991 nicht zu kurz kam, war die Geselligkeit. Und das ist auch gut so. Am 10.08.1991 fand auf der Tennisanlage das Sommernachtsfest statt, auf dem zahlreiche Mitglieder und Freunde der Tennisabteilung erschienen waren. Die Maß Bier wurde an jenem Abend für 5,- DM ausgeschenkt. Das waren halt noch Preise! Da konnten die Sportler ihren Durst noch löschen! Zu Beginn des Jahres 1992 mussten Austritte langjähriger Mitglieder verkraftet werden, so dass der aktuelle Mitgliederstand 127 Personen betrug. Dagegen war das Jugendtraining weiterhin äußerst erfolgreich. Der Samstagvormittag war für die jugendlichen Tennis´ler längst zur festen Institution geworden. Unterstützt wurde Jugendwart Bernhard Gänsheimer dabei von Josef Graf, Siegfried Geiger  und Günter Fasching, die tatkräftig beim Training zur Seite standen.Erstmals wurde ein Mitglied auch zum Bezirksschiedsrichterlehrgang angemeldet. Siegfried Geiger erklärte sich dazu bereit. Durch die offizielle Schiedsrichtererlaubnis stand dem SVO damit ein Mann in der Mannschaft zur Seite, der im Zweifel vor allem bei den Verbandsrundenspielen schwierige Spielsituationen klären konnte.In der Frühjahrsversammlung 1992 standen turnusgemäß Neuwahlen bei der Spartenvorstandschaft an. Dabei ergaben sich keinerlei Veränderungen: erster und zweiter Vorstand blieben F.P. Müller und Sophie Wartini, Kassier blieb Klaus Zindath, als Schriftführer wurde Erhard Schmid wieder gewählt und auch die Beisitzer Bernhard Gänsheimer und Manfred Weigl wurden in ihrem Amt bestätigt. Die Wiederwahl aller Vorstandsmitglieder war ein Beweis für das von den Vereinsmitgliedern entgegengebrachte Vertrauen. Erster Vorstand Müller hob auf der Spartenversammlung vor allem die gute Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands hervor. Ein Indiz dafür, dass die Tennisabteilung nach wir vor intakt war.Auch finanziell konnte sich die Tennisabteilung 1992 weiter konsolidieren. Im 2. Quartal des Jahres wurden 3.000,- DM Schulden getilgt, der Kontostand konnte sich zu Beginn der Saison mit 7.397,45 DM ebenfalls positiv steigern. Zunächst wurde man sich 1992 nicht einig, ob auch dieses Jahr ein Sommernachtsfest stattfinden sollte. Nach längerer und hitziger Diskussion einigte man sich schließlich darauf, ein Weinfest im September abzuhalten. Mit dieser Lösung konnten dann alle leben, wollte man doch gerne den gelungenen Abend des Vorjahres wiederholen.Installiert wurde schließlich die Küchenzeile, die schon im Vorjahr gekauft wurde. Damit stand einer optimalen Verpflegung der Tennisspieler nichts mehr im Wege. Jeder wird bestätigen, dass so manche kulinarische Köstlichkeit die Küche verlassen hat. Und zumindest für ein kühles Weizen war der Kühlschrank immer zu gebrauchen! Auch über die Jüngsten machte man sich so seine Gedanken. Lange wurde diskutiert, wie man den Spielplatz neben der Tennisanlage noch besser einrichten könne. Schließlich wurde das Ganze mit Sand entsprechend gestaltet und ausgebaut. Doch welches Kind wollte denn da groß spielen?! Auch auf die Jüngsten übte ein freier Tennisplatz eine wesentlich höhere Anziehungskraft aus. Nur gut so, denn früh übt sich, wer mal Meister!Der sportliche Höhepunkt des Jahres 1992 waren wieder einmal die Meisterschaften. Josef Graf bei den Herren und Kleinhans Wally bei den Damen konnten sich die begehrten Pokale sichern. Die Herrenmannschaft konnte die Kreisklasse 2 souverän erhalten.Auch das Frauentennis unter Leitung von Sophie Wartini fand regelmäßig statt, an Pfingstmontag wurde bei Kaffee und Kuchen ein Schleifchenturnier gespielt. Am Ende des Jahres 1992 konnten sogar die Schulden bis auf 10.000,- DM getilgt werden. Im Jahr 1993 konnte die Tennisabteilung des SVO erstmals eine zweite Herrenmannschaft an der Verbandsrunde teilnehmen lassen. Ein Indiz dafür, dass immer mehr Tennis´ler sich nicht nur vereinsintern, sondern auch mit Vereinsfremden im sportlichen Wettkampf messen wollten. Das erfolgreiche Abschneiden der ersten Mannschaft ein Jahr zuvor in der Kreisklasse 2 hat mit Sicherheit dazu beigetragen, diesen Schritt zu wagen. Ein souveräner 6. Platz mit 6:8 Punkten war das Ergebnis großen Trainingseifers.Das zwei Jahre zuvor erstmals aufgelegte Frauentennis wurde dagegen nicht mehr veranstaltet. Die Leiterin Sophie Wartini musste feststellen, dass es am Interesse der Damen mangelte. Beliebt war dagegen weiterhin der „Dauerbrenner“ Schleifchenturnier, der auch 1993 durch eine rege Teilnahme positiv zu vermerken ist. Ebenso der Tennistreff, dem in diesem Jahr neues Leben eingehaucht werden konnte.Bei den alljährlichen Vereinsmeisterschaften gab es wieder viele Sieger zu verzeichnen. Bei den Herren und Damen konnten die Vorjahressieger Josef Graf und Wally Kleinhans ihre Titel verteidigen.Für eine kleine sportliche Sensation sorgte 1993 der elfjährige André Geiger. Er gewann zum ersten Mal den Sparkassen-Cup in Kaufbeuren für den SVO. Ein wirklich großer Erfolg, der die vielversprechende Jugendarbeit des SVO erneut bestätigte. Mit diesem Sieg wurde die kleine Tennisabteilung der Oberostendorfer auch erstmals in Kaufbeuren so richtig bekannt. Einmal mehr konnte sich die Tennisabteilung auch auf ihre freiwilligen Helfer verlassen. Gab es doch wieder eine Menge zu tun: Fenster und Türen des Tennisheims mussten gestrichen werden, und auf dem Spielplatz warteten Steinplatten darauf, ausgelegt zu werden. Doch in geselliger Runde fanden sich wieder einige Freiwillige, die dabei halfen.Erstmals wurde auf der Versammlung auch ein Essensgeldzuschuss für die beiden Herrenmannschaften beschlossen, damit die Heim- und Gastmannschaften entsprechend verpflegt werden konnten.Zu einem ganz besonderen Jubiläum konnte die Vorstandschaft der Tennisabteilung Maria Fasching gratulieren. Feierte sie doch ihren 50. Geburtstag. Ein Geschenk wurde ihr von der Vorstandschaft überreicht verbunden mit einem großen Dank für ihr bisheriges Engagement, auch am Rande des sportlichen Geschehens. Ein stets sauberes und ordentliches Tennisheim ist nicht zuletzt ihr Verdienst.Das im Jahr zuvor erstmals abgehaltene Weinfest musste dagegen bedauerlicherweise witterungsbedingt abgesagt werden. Es wurde am 27.09. schlichtweg zu spät angesetzt.  Das Jahr 1994 begann dann mit einer traurigen Nachricht: der Gründungsvater der Tennisabteilung, Werner Monshausen, verstarb Anfang des Jahres. Ohne sein Engagement gerade in der Anfangszeit wäre die Tennisabteilung in ihrer heutigen Form sicherlich nicht denkbar. In der Frühjahrsversammlung gedachten die Mitglieder ihres ersten Vorstandes in einer Schweigeminute.Ein weiterer Mann der ersten Stunde, Klaus Zindath, stellte sein Amt als Kassier zur Verfügung. Als sein Nachfolger wurde Siegfried Geiger gewählt.Auch ganz allgemein konnte ein steter Rückgang der Mitgliederzahl verzeichnet werden. Nur noch 118 Mitglieder waren festzustellen. Damit war erstmals ein deutlicher Rückgang zu beklagen, der jedoch nicht nur den SVO, sondern bundesweit alle Tennisvereine betrag. Die Hoch-Zeit der Tennisvereine Ende der 80er-Jahre schien damit beendet. Nicht nur beim Vorstand in Oberostendorf sah man die Ursache dafür im Überangebot an Freizeitmöglichkeiten.Zu Beginn des Jahres wurden auf den Plätzen eins und zwei für rund 1.200,- DM die Linien ausgetauscht, da sie doch langsam in die Jahre gekommen waren. Und auch ein neuer Getränkeautomat wurde im Vereinsheim aufgestellt. Das damalige Protokoll hält fest, dass dies zur „Freude aller trinkfreudigen Mitglieder“ geschehen sei. Tja, die Oberostendorfer verstanden es halt schon immer, dem Tennissport feucht-fröhlich nachzugehen! Dafür spricht nicht zuletzt auch das Weinfest, welches auch 1994 am 10.09. wieder abgehalten wurde.Leider gab es jedoch auch ein schwarzes Schaf innerhalb der Tennismitglieder. Die Spardose mit den Telefoneinnahmen wurde von Unbekannten geknackt. Der dabei entstandene Schaden ging voll zu Lasten des Vereins. Allerdings dürfte zum Zeitpunkt des Raubes nicht allzu viel Geld in der Kasse gewesen sein. Vorstand F.P. Müller zeigte sich dennoch enttäuscht darüber.An sportlichen Ereignissen war das Jahr 1994 wiederum nicht arm. Allerdings wurde die im Jahr zuvor erstmals gemeldete zweite Herrenmannschaft nicht mehr an den Start geschickt. Sportwart Bernhard Gänsheimer konnte nicht genügend aktive Tennisspieler für zwei Mannschaften aufstellen. Anstelle dieser wurde erstmals eine Knabenmannschaft ins Rennen geschickt. Und das mit ganz schönem Erfolg: stiegen die jungen Burschen um Mannschaftsführer Marco Geiger doch glatt im ersten Jahr auf! Knapp vor den Knaben des TC Neugablonz konnte man sich als Gruppensieger den Aufstieg in die Kreisklasse 2 sichern. Die jungen Burschen lieferten eine klasse Leistung ab, was für die Zukunft des Vereins durchaus zu hoffen gab. Im gleichen Sommer konnte André Geiger erneut den Sparkassen-Cup in Kaufbeuren gewinnen und nach Oberostendorf holen. Eine kleine Sensation!Aufstieg und Sieg im Sparkassen-Cup – eine tolle Bestätigung für die erfolgreiche Jugendarbeit des SVO!Da hatten sich alle Jugendlichen auch einen schönen Saisonabschluss verdient. Dieser fand dann auch, etwas vorgezogen, im August mit einem Zeltlager statt, dessen Organisation Jugendwart Gänsheimer übernahm. Und alle Jugendlichen waren begeistert!Schwierig war dagegen – wie jedes Jahr – die Rekrutierung Freiwilliger, die beim Tennisplatzauf- und –abbau halfen. Ein Vorschlag aus Reihen der Mitglieder hätte da vielleicht durchaus Abhilfe schaffen können: man solle doch knackige Mädels mit auf den Platz holen, dann würden auch genügend zum Helfen kommen. Davon waren die Tennis´ler durchaus angetan. Aber leider wurde dieser Vorschlag nicht umgesetzt! Die knackigen Mädels wurden bis heute von niemandem gesichtet. Auf der Frühjahrsversammlung 1995 konnte ein Mitgliederstand von 121 verkündet werden, davon waren 85 männlich und 36 weiblich. Zugleich konnte Vereinskassier Siegfried Geiger bekannt geben, dass der Verein nunmehr alle Schulden begleichen konnte und damit zukünftig die Bildung von Rücklagen ermöglicht wird. Gleichzeitig betrug der aktuelle Kassenstand 6.764,69 DM.An der Verbandsrunde nahmen erneut zwei Herrenmannschaften und eine Knabenmannschaft teil. Die erste Mannschaft verfehlte das Saisonziel Aufstieg mit Platz 2 nur ganz knapp. Man musste sich lediglich der Mannschaft des TC Kaufbeuren geschlagen geben. Somit musste die Rückkehr in die Kreisklasse 2 nach dem Abstieg um ein weiteres Jahr verschoben werden.Eine stark verjüngte zweite Mannschaft schlug sich ebenfalls sehr achtbar. Ein hervorragender vierter Platz für das junge Team um Mannschaftsführer Erhard Schmid sprang am Ende der Saison heraus. Und auch die Knabenmannschaft des SVO schlug sich als Aufsteiger beachtenswert in der Kreisklasse 2, war man doch einem erneuten Aufstieg näher als dem Abstieg. Vielleicht haben dazu auch die Trainingseinheiten beigetragen, die die Knaben in den Osterferien in der Tennishalle absolviert haben.Erfreulich war auch, dass der Tennistreff 1995 außerordentlich gut besucht war, nachdem das Jahr zuvor doch immer weniger Tennis´ler diesen Sporttreff am Mittwoch wahrnahmen. Ein Grund für den besseren Besuch war sicherlich, dass sich auch eine Vielzahl junger Spieler angesprochen fühlte.Ende des Jahres wurde dann bei einem Manöver der Bundeswehr das Tennisheim beschädigt. Der entstandene Schaden wurde jedoch finanziell durch die Bundeswehr beglichen und von den Mitgliedern in Eigenleistung repariert. So konnte der Verein viel Geld für die Handwerker sparen. Um sportlich optimal auf die neue Saison 1996 vorbereitet zu sein, trainierten die gemeldeten Mannschaften schon vor Saisonbeginn in der Halle. Die beiden Herrenmannschaften nutzten dazu die Halle des Tenniscenters Kaufbeuren, die Knaben trainierten in Germaringen. Und die Trainingsmühen haben sich dann auch gelohnt: die Knabenmannschaft konnte erneut im Spitzenfeld der Kreisklasse 2 mitspielen, und die erste Herrenmannschaft konnte sogar den Meistertitel in der Kreisklasse 3 erringen. Alle Partien konnten souverän gewonnen werden. Somit war der bittere Abstieg zwei Jahre zuvor endgültig kein Thema mehr. Erfolgreich konnten Nachwuchsspieler wie Matthias Waibel und Alexander Hamöller integriert werden.Auch die sehr junge zweite Herrenmannschaft schlug sich wacker in Kreisklasse 3. Das letzte Saisonspiel allerdings wurde zu einem Skandal. Der Gegner war – man ahnt es schon fast – der Nachbar und Erzrivale aus Waal. Beinahe unverschämt unfair verhielten sich die Waaler Spieler auf ihrer eigenen Anlage, angestachelt von unsportlichen Zuschauern. Es kam zu wortgewaltigen Auseinandersetzungen. Und beinahe zum Eklat: ein Spieler der Waaler drohte den Oberostendorfern Prügel an. Nur der Nachsicht des SVO-Kapitäns Erich Schuster war es zu verdanken, dass es dazu nicht kam. Nach dem Spiel – das zum Bedauern aller leider verloren wurde – verließen die Oberostendorfer wortlos und ohne zu Essen die Anlage in Waal.Auf der alljährlichen Frühjahrsversammlung standen die turnusgemäßen Neuwahlen an. Die gesamte Vorstandschaft stellte sich zur Wiederwahl und wurde mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt. Artig bedankte sich daraufhin die Führungsriege um Vorstand F.P. Müller bei den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen.Besonders geehrt werden konnte Sport- und Jugendwart Bernhard Gänsheimer. Er erhielt vom Bayerischen Tennisverband die bronzene Ehrennadel für seine herausragenden Verdienste um den Tennissport in Oberostendorf, ganz besonders natürlich für die Jugendarbeit. Sichtlich gerührt nahm Gänsheimer die Auszeichnung unter tosendem Beifall der anwesenden Mitglieder entgegen.Großes Thema blieb weiterhin die Bewässerung der Tennisplätze. Oftmals wurden die Plätze trotz großer Trockenheit nicht von den Spielern bewässert, was auf Dauer schädlich für den Zustand der Anlage war. Deshalb waren erstmals Überlegungen im Gange, eine feste Bewässerungsanlage zu installieren. Möglich waren diese Überlegungen nur durch die recht gute finanzielle Situation der Tennisabteilung, die längst alle Schulden getilgt und beachtliche Rücklagen angespart hatte. Dem Gedanken wurde dennoch vorläufig nicht weiter nachgegangen. Im Jahr 1997 waren immer weniger Mitglieder bei der Tennisabteilung des SVO zu verzeichnen. So sank die Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres von 114 auf 108. Damit war der Tiefststand der letzten Jahre erreicht. Man sah sich in der Vorstandschaft dazu gezwungen, die Aufnahmebeschränkungen für Mitglieder deutlich zu lockern. So konnten erstmals auch Interessierte außerhalb des Oberostendorfer Gemeindegebietes Mitglied werden. Und ein Vorschlag des Vereinskassiers Siegfried Geiger ging sogar noch weiter: man solle doch auf die Aufnahmegebühr von 200,- DM, die ab dem 18. Lebensjahr fällig wird, verzichten. So könne man vor allem die jugendlichen Mitglieder an den Verein binden. Diesem Vorschlag wurde dann auch zugestimmt, die Aufnahmegebühr entfiel erstmals 1998.Sportlich war die Saison besonders von der Verbandsrunde geprägt, nahmen doch erstmals vier Mannschaften am Spielbetrieb teil. Zwei Herrenmannschaften, eine Knabenmannschaft und erstmals auch eine Juniorenmannschaft kämpften um die Punkte. Und die Juniorenmannschaft war gleich besonders erfolgreich: die Jungs um Mannschaftsführer Marco Geiger stiegen im ersten Jahr sofort souverän in die Kreisklasse 2 auf. Ein großer Erfolg! Die erste Herrenmannschaft konnte, wenn auch knapp, den Abstieg vermeiden, die zweite spielte im Mittelfeld der Kreisklasse 3. Und die Knabenmannschaft konnte sich im Spitzenfeld der Kreisklasse 2 behaupten. Allerdings, das muss kritisch angemerkt werden, kamen bei vier Mannschaften erstmals Probleme bei der Mobilisierung von Spielern auf. Gerade die Jugendlichen spielten teilweise samstags und sonntags. Man beschloss konsequenterweise, für 1998 keine zweite Herrenmannschaft mehr zu melden.Die Knaben konnten zudem im Winter ´96/97 eine Tennishallenrunde in Germaringen gewinnen. Seltsamerweise wurden sie daraufhin für den nächsten Winter nicht mehr eingeladen. Protokollführer Erhard Schmid vermerkt dazu: „Waren die Jungs zu gut oder haben die Jungs zu wenig getrunken?“. Bis heute ist diese Frage unbeantwortet. Man war allerdings so frei, den Wanderpokal zu behalten. Dieser ist noch heute im Aufenthaltsraum zu bestaunen.Bei der Frühjahrsversammlung 1997 waren nur 21 Mitglieder anwesend, nicht gerade viel für einen über 100 Mitglieder zählenden Verein. Dennoch wurden dort auch die Vereinsmeister des Vorjahres geehrt: Josef Graf bei den Herren und Wally Kleinhans bei den Damen konnten die Siegerpokale entgegennehmen. Da Wally Kleinhans zum dritten Mal in Folge die Meisterschaften gewinnen konnte, ging der Pokal nun endgültig in ihren Besitz über.Im Frühjahr 1997 wurden auch die Umkleidekabinen renoviert. Sie wurden erstmals mit Heizern und Garderoben ausgestattet, dazu kamen neue Abluftmatten. Das Jahr 1998 stand natürlich schon von Beginn an ganz unter dem Zeichen der 50-Jahr-Feier des Sportvereins Oberostendorf. Von Anfang an schworen die Vorstände der Abteilungen die Mitglieder auf Hilfe und ehrenamtliches Engagement zur Bewältigung der vielen Aufgaben ein. Die Tennisabteilung beschloss schon vor Saisonbeginn, das Tennisheim rundum zu renovieren und auf Vordermann zu bringen. Und Vorstand F.P. Müller konnte sich auf „seine“ Tennis´ler verlassen. Zahlreich waren die fleißigen Helfer, jung und alt, erschienen, und streichten, schraubten, schrubbten, weißelten… Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen: das Tennisheim erstrahlte in neuem Glanz!Aber nicht nur zur Renovierung brauchte man zahlreiche Mitglieder. Auch am Festwochenende selber mussten im Bierzelt Getränke ausgeschenkt, Würstchen verkauft und Eintritt kassiert werden. Und auch hier waren wieder viele Tennis´ler das ganze Wochenende über eingespannt. Das Ergebnis insgesamt war einwirklich gelungenes 50-jähriges Jubiläum, auch dank der Hilfe der Tennismitglieder.Weniger erfreulich war dagegen der Start in die Saison. Auf der alljährlichen Frühjahrsversammlung Anfang April erschienen lediglich 14 Mitglieder. Ein absoluter Negativrekord, der die schlechte Anwesenheitsquote des Vorjahres noch übertrumpfte Vorstand Müller war sichtlich schockiert über die mäßige Anwesenheit. Die eigentlich abzuhaltenden Neuwahlen der Vorstandschaft wurden daraufhin nicht durchgeführt, man beschloss vielmehr, im Oktober eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Erst auf dieser wurde dann der Vorstand komplett wiedergewählt, es gab also keine Veränderungen in der bewährten Führungsriege.Ebenfalls beklagt werden musste der Austritt weiterer Mitglieder. Nur noch 106 Tennisinteressierte waren beim SVO.Im Großen und Ganzen erfreulich war dagegen der sportliche Verlauf der Saison 1998. Insbesondere die Schleifchenturniere und der Tennistreff kamen 1998 erstaunlich gut an und waren zahlreich besucht. Auch die in der Verbandsrunde erzielten Ergebnisse konnten die Tennisabteilung durchweg zufrieden stellen. Zwar konnte die erste Herrenmannschaft gerade noch so den Abstieg verhindern, ein 5:4 Sieg in Holzgünz am letzten Spieltag sicherte den Herren in letzter Sekunde die Kreisklasse 2. Dafür waren die Jugendmannschaften umso erfolgreicher. Die Junioren konnten nach dem Aufstieg 1997 in 1998 einen guten dritten Platz erkämpfen. Und die Knaben konnten sich sogar den 2. Platz sichern, der letztlich für den Aufstieg in die Kreisklasse 1 reichte. Damit war erstmals eine Tennismannschaft des SVO in dieser hohen Spielklasse vertreten. Der ganze Verein konnte auf die Jüngsten stolz sein.Der Kassenstand stieg im Laufe des Jahres 1998 auf über 33.000,- DM an, so dass sich die Vorstandschaft nunmehr endgültig entschloss, die bereits im Vorjahr angedachte feste Bewässerungsanlage installieren zu lassen. Anfang Oktober 1998 begannen die Bauarbeiten für die Beregnungsanlage, deren Kosten sich auf ca. 25.000,- DM beliefen. Und das Ergebnis kann sich bis heute sehen lassen: eine tolle Bewässerungsanlage, die es den Mitgliedern noch einfacher macht, auf optimal bewässerten Plätzen Tennis zu spielen: ein Knopfdruck genügt dank moderner Technik. Im Jahr 1999 gab es dann vom Gesamtverein einen Zuschuss in Höhe von 3000,- DM für die neue Beregnungsanlage.Am 01. Mai ´99 wurde die neue Bewässerungsanlage dann offiziell eingeweiht. An einem herrlichen Frühlingstag präsentierte Vorstand Müller den anwesenden Mitgliedern die neue Anlage. Gleichzeitig fand an diesem Tag ein Schnuppertag für alle Tennisinteressierten statt, um neue Mitglieder anwerben zu können. Der Schnuppertag wurde dann aber wegen des geringen Interesses am 20.06.1999 noch einmal wiederholt.Im Übrigen war die große Einweihungsfeier auch der Grund dafür, warum man auf die ansonsten übliche Frühjahrsversammlung verzichtet hat.Aus sportlicher Sicht war das Jahr 1999 eher unspektakulär. Positiv zu erwähnen ist allerdings die Bilanz der ersten Mannschaft in der Kreisklasse 2. Das stark verjüngte Team konnte am Saisonende erstmals in der Kreisklasse 2 eine positive Schlussbilanz vorlegen. In besonderer Erinnerung wird den Spielern sicherlich das Spiel in Dirlewang bleiben. Die Mannschaft um Kapitän Günter Fasching war bereits hoffnungslos 0:4 im Hintertreffen, als doch noch zwei Einzel im dritten Satz für den SVO gewonnen werden konnten. Und das Doppel brachte dann die endgültige Überraschung. Am Ende wurde der 5:4 Sieg der Oberostendorfer von den Spielern frenetisch gefeiert.Erwähnenswert ist noch, dass die im Vorraum befindlichen Holztische und –stühle 1999 durch moderne Plastikgarnituren ersetzt wurden. Allerdings waren diese den besser gebauten Tennismitgliedern scheinbar nicht ganz gewachsen. So mancher Tisch weist tiefe Risse auf, die ein auf ihm sitzendes schweres Gesäß hinterlassen haben muss… Im Jahr eins nach der großen Jahrtausendwende konnte die Tennisabteilung des SV Oberostendorf dann ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Dieses Jubiläum wurde auf der Frühjahrsversammlung des Jahres 2000 auch im feierlichen Rahmen begangen. Vorstand Müller laus aus der von Klaus Zindath verfassten Chronik der ersten Jahre einige interessante Passagen vor und Schriftführer Schmid präsentierte alte Fotos der Anfangszeit, die bei vielen anwesenden Mitgliedern schöne Erinnerungen hervorriefen. Diese Frühjahrsversammlung war auch ausgesprochen gut besucht, waren doch immerhin 24 Mitglieder zur Jubiläumsfeier erschienen. Übrigens behaupteten damals nur böse Zungen, dass einige Mitglieder ausschließlich wegen des vom Verein spendierten Essens zur Versammlung kamen…Die turnusgemäß stattfindenden Neuwahlen brachten auch im Jahr 2000 keine Veränderungen. Die komplette Vorstandschaft wurde in ihren Ämtern bestätigt. Damit war die Führungsriege um Vorstand Müller, mit Ausnahme des Kassiers, nunmehr zehn Jahre geschlossen im Amt. Und in dieser Zeit lagen die Geschicke des Vereins, das kann man guten Gewissens sagen, in guten Händen. Da Vorstand F.P. Müller neben seinem „Dienstjubiläum“ auch den 40. Geburtstag feiern konnte, überreichte ihm die Tennisabteilung sogar ein Geschenk.Aber nicht alles war so rosig. So musste der Verein zu Beginn des Jahres 2000 den bis dato niedrigsten Mitgliederstand, nämlich 104, verzeichnen. Der Mitgliederschwund hielt weiter kontinuierlich an. Um dem entgegenzusteuern, wurde an Pfingsten 2000 erneut ein Schnuppertag für Tennisinteressierte abgehalten, bei dem dann erfreulicherweise wenigstens ein paar neue Mitglieder gewonnen werden konnten.Die Finanzen des Vereins wurden gewohnt solide von Kassier Siegfried Geiger geführt. Und auch nach der Installation der Beregnungsanlage 1998 hat sich der Verein finanziell schnell wieder erholt, der Kassenstand im Jahr 2000 betrug schon wieder 11.428,- DM.Sportlich gesehen war das Jahr 2000 durchweg positiv zu bewerten. Drei Mannschaften nahmen an der Verbandsrunde teil. Besonders erfolgreich waren dabei die Junioren, die sich einen hervorragenden Platz in der Kreisklasse 2 sichern konnten. Aber auch die Herrenmannschaft konnte sich einen guten dritten Platz in der Kreisklasse 2 erkämpfen, das bis dato beste Ergebnis der Herren überhaupt. Nicht ganz so gut lief es bei den Knaben. Sie mussten in Kreisklasse 1 ein Lehrjahr über sich ergehen lassen, die Konkurrenz war einfach zu stark.Die begehrten Titel der internen Vereinsmeisterschaften konnten bei den Herren André Geiger und bei den Damen Sieglinde Müller erringen. Beide konnten somit den Titel aus dem Vorjahr verteidigen.Sehr gut angenommen war wie immer das Jugendtraining von Bernhard Gänsheimer. Regelmäßig am Samstag nahmen rund 45 Jugendliche aller Altersgruppen unter seiner Leitung am Training teil. Ein Beweis dafür, dass Bernhard nicht nur gut mit den Jugendlichen kann, sondern ihnen auch wirklich einiges beibringt, zum Wohle der Jugendarbeit und damit des ganzen Vereins. Im Jahr 2001 konnte der Verein den weiteren Austritt von Mitgliedern erstmals stoppen. Waren zu Beginn der Saison lediglich 104 Mitglieder zu verzeichnen, so konnte man sich am Ende auf immerhin 113 Mitglieder steigern. Der negative Abwärtstrend der letzten Jahre konnte damit vorübergehend gestoppt werden, nicht nur aus finanzieller Sicht wichtig für den Verein.An der Verbandsrunde nahmen 2001 lediglich zwei Mannschaften teil. Die bisher so erfolgreiche Knabenmannschaft musste mangels Spieler vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Die Junioren konnten sich in Kreisklasse 2 erneut im Mittelfeld platzieren und erfüllten damit die in sie gesetzten Erwartungen, wenn auch so mancher mit deren Aufstieg geliebäugelt hatte. Einen wirklich großen Erfolg konnten dafür die Herren erringen: sie erreichten die Vizemeisterschaft in Kreisklasse 2. Und da man der beste Zweite in allen Kreisklassen war, stieg die Mannschaft sogar in die Kreisklasse 1 auf. Ein grandioser Erfolg! Noch nie spielte eine Herrenmannschaft des SVO so weit oben.Und die „Alten“ konnten es auch nicht bleiben lassen. Siegfried Geiger, Bernhard Gänsheimer & Co., die Spieler der ersten Stunde, wollten es noch einmal wissen. Sie beteiligten sich erstmals an einer Hobbyrunde mit Mannschaften aus Blonhofen, Stöttwang und Rieden, federführend organisiert von Wolfgang Rauskolb. Dabei bewiesen sie ihre in zahllosen Verbandsrundenspielen erworbene Klasse, denn sie gewannen auf Anhieb souverän diese Hobbyrunde.Bei den Meisterschaften gab es dagegen auch 2001 keine neuen Sieger. André Geiger und Sieglinde Müller verteidigten trotz starker Konkurrenz erneut ihre Titel. Auf der Frühjahrsversammlung 2002 standen erneut die turnusgemäßen Neuwahlen der Vorstandschaft an. Nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung standen Vorstand Müller und Schriftführer Erhard Schmid. Nach zwölfjähriger Amtszeit sollten andere die Verantwortung im Tennisverein übernehmen. Bei den Neuwahlen wurden dann mit großer Mehrheit Siegfried Geier zum ersten Vorstand, Werner Weigl zum neuen Kassier und Marco Geiger zum Schriftführer gewählt. Den alten Vorständen wurde für ihr langjähriges Engagement herzlichst gedankt, gleichzeitig wurde den neuen Vorstandsmitgliedern ein glückliches Händchen bei der Führung des Vereins gewünscht.Zum Zeitpunkt der Übergabe zählte die Tennisabteilung 109 Mitglieder, der Kassenstand betrug am Ende des Jahres immerhin 7.825,31 Euro. Der Verein war damit auf einer soliden finanziellen Basis. Doch weiterhin war sparsames Wirtschaften angesagt, da in den nächsten Jahren die Tennisplätze grundlegend saniert werden sollten, eine nicht ganz billige Angelegenheit.Aus sportlicher Sicht war das Jahr 2002 das erfolgreichste überhaupt in der Geschichte des Tennisvereins. Die erste Herrenmannschaft, die erst das Jahr zuvor als Außenseiter in die Kreisklasse 1 aufgestiegen war, konnte den Vizemeistertitel erreichen. Ein grandioser Erfolg! Und was man erst am Ende des Jahres erfuhr: der zweite Platz reichte erneut zum Aufstieg! Man durfte 2003 also tatsächlich in der Bezirksklasse antreten! Stets äußerst knappe 5:4 Siege sicherten letztendlich diesen sensationellen Aufstieg. Auch die Juniorenmannschaft konnte einen achtbaren Platz im Mittelfeld der Kreisklasse 2 erkämpfen, die „Senioren“ gewannen gar erneut die Hobbyrunde.Ein sportlich großer Erfolg war der 2002 erstmals vereinsintern abgehaltene „Grand-Slam-Cup“. Die Teilnehmer wurden dabei in 6er-Gruppen eingeteilt, wobei jeder gegen jeden spielte und am Ende der Saison die Gruppensieger feststanden. Drei Herren- und zwei Damengruppen konnten gebildet werden, mit einem solchen Andrang hatte man gar nicht gerechnet. Sieger waren am Schluss alle, bekam doch jeder aktive Teilnehmer eine Packung neuer Bälle.Am 15.08. fand dann auf der Tennisanlage der vorgezogene Saisonabschluss statt. Bei herrlichstem Sommerwetter spielte die erste Mannschaft gegen die Senioren, anschließend gab es eine Siegerehrung der Meister und Grand-Slam-Gewinner. Ein gemütlicher Grillabend mit lustigem Beisammensein schloss diesen wirklich gelungenen Saisonabschluss ab. Nicht erwähnt werden muss wohl, wer das Duell beider Mannschaften gewann: 9:0 hieß es am Ende für die Erste, zum Leid der „Senioren“, die ihr vollmundiges Versprechen eines Sieges nicht einhalten konnten. Das Jahr 2003 begann mit einer schlechten Nachricht: der dritte Platz war in einem desolaten Zustand. Man sah kaum noch eine Möglichkeit, eine teure Generalsanierung zu vermeiden. Doch mit viel Einsatz und Fleiß war es insbesondere Platzwart Walter Fasching zu verdanken, dass der Platz in Eigenregie saniert werden konnte. Dabei halfen selbstverständlich zahlreiche Mitglieder und der Verein konnte sich so sehr viel Geld sparen.Für die erste Herrenmannschaft war die Saison 2003 bis heute ein sportlicher Höhepunkt. Spielte man doch durch den erreichten Aufstieg in der Bezirksklasse 2! Bis nach Weißenhorn hat es die Oberostendorfer Spieler verschlagen, wobei man überall ein gutes, leistungsstarkes Bild abgab. Unter dem Strich waren die anderen Mannschaften jedoch ein Stück weit reifer, so dass man leider wieder absteigen musste.Erwähnenswert ist sicherlich auch die Anschaffung von Weingläsern für das Tennisheim. Was für ein Anreiz für die weibliche Motivation! Das Frauentennis war jedenfalls 2003 sehr gut besucht, und ein guter Tropfen Wein tat sicherlich sein übriges.Nicht nur Wein, sondern auch einiger Liter Bier flossen dann beim mittlerweile schon traditionellen Saisonabschluss im August. Gute Stimmung dank zahlreich erschienener Mitglieder sorgten für einen tollen Abend! Da waren sich dann auch alle einig: bei so viel Geselligkeit macht Tennis einfach Spaß! Bei der Frühjahrsversammlung 2004 fanden dann Neuwahlen statt. Kassier Werner Weigl und 2. Vorstand Sophie Wartini stellten ihre Ämter zur Verfügung. Als Nachfolger wurden Hildegard Klingler bzw. Bernhard Gänsheimer gewählt. Der Tennisbetrieb wurde ohne große Veränderungen fortgesetzt. Die erste Herrenmannschaft spielte nach dem Abstieg aus der Bezirksklasse in der Kreisklasse 1 und sicherte sich den Klassenerhalt. Erstmals am Verbandsbetrieb nahm auch eine sog. Bambini-Mannschaft teil. Die Kleinsten waren mit großem Eifer dabei und schlugen sich sehr beachtlich. Die Jüngsten schlossen damit die Lücke, die die Auflösung der Juniorenmannschaft mangels Spielern hinterlassen hatte.Bereits im Januar 2005 begannen dann die Planungen für zwei große Ereignisse. Ganz Oberostendorf fieberte auf das 48. Bezirksmusikfest hin. Da durfte natürlich auch die Abteilung Tennis des SVO nicht fehlen. Das Musikfest war Grund genug, das Tennisheim außen neu zu weißeln, denn nicht nur sportlich, sondern auch optisch wollte man sich bestens präsentieren! Zusammen mit den anderen Sparten des Sportvereins beteiligte sich man mit einem Wagen und einer großen Fußgruppe am Festumzug.Das für die Tennisabteilung jedoch wichtigere Ereignis ist die Gründung der Sparte vor 25 Jahren! Eine Handvoll Begeisterter nahm es vor 25 Jahren mit viel Fleiß und Enthusiasmus in die Hand und beschloss, auch in Oberostendorf das Tennisspielen zu ermöglichen. Nach längerer Planung konnten zunächst zwei Plätze und ein kleines Tennisheim errichtet werden. Die Begeisterung war groß und es wurde oft und viel gespielt. So viel, dass man bereits 1986 das Tennisheim bis auf seine heutige Größe erweiterte und schließlich auch noch einen dritten Platz bauen ließ. Seit 1987 nehmen ununterbrochen Mannschaften am Verbandsrundenspielbetrieb teil und schafften es zeitweilig sogar bis in die Bezirksklasse. Bis zu vier Mannschaften machten gleichzeitig die schwäbischen Tennisplätze unsicher. Und der Oberostendorfer Ruf ist bis heute legendär! Nicht nur Kaufbeurer Mannschaften fürchten uns. Alles in allem ist es 25 Jahre nach Gründung der Tennisabteilung erstaunlich, was in Oberostendorf auf die Beine gestellt wurde. Die Tennis´ler sind einfach nicht mehr wegzudenken! Die Feste und Feiern im Tennisheim sind legendär, die Stimmung unter den Spielern ist mehr als nur kameradschaftlich!  Auf das man in Oberostendorf noch oft sagen kann: Spiel, Satz und Sieg!  Marco Geiger, Juli 2005
 


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