Home Eishockey
Allgemein


Eishockey
ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die Bezeichnung Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

 
Einführung


Eishockey, das schnellste Mannschaftsspiel der Welt, befindet sich unaufhaltbar im Aufwind. Eine Unzahl von sportbegeisterten Zuschauern und aktiven Sportlern zieht diese Sportart weltweit in ihren Bann. Ob bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen, internationalen Turnieren oder Länderspielen sowie in den unzähligen Ligen der Eishockeywelt fasziniert diese Sportart jung und alt gleichermaßen durch hohes Tempo, Zweikämpfen und Dramatik.

Die schier unglaubliche Schnelligkeit der Spieler auf ihren Schlittschuhen, die Härte der Zweikämpfe um die kleine Scheibe, ständig wechselnde Spielsituationen und Torchancen auf beiden Seiten sowie eine geradezu endlose Zahl von Varianten im Zusammenspiel einer Mannschaft mit oft verblüffenden Kombinationen machen das Eishockeyspiel so attraktiv.


Die Aktionen spielen sich auf einer relativ kleinen Fläche ab, so dass der Zuschauer stets einen guten Überblick über das Geschehen hat. Er bewundert die Sicherheit, mit der sich die Spieler auf dem Eis unter erschwerten Bedingungen bewegen, die elegante Scheibenführung und das oft blinde Verständnis im Zusammenspiel einer Mannschaft und ahnt wohl, dass dazu ein gewisses Training notwendig ist. Meist hat er jedoch keine genauen Vorstellungen welche Anforderungen dieses Spiel an die Aktiven stellt.

Neben einer Portion Ehrgeiz und Talent muss sich der Spieler durch das Training die technischen, taktischen und konditionellen Elemente des Eishockeyspiels erarbeiten. Unter Anleitung von einem Trainer können aus unsicheren Anfängern allmählich erstklassige Schlittschuhläufer werden, die auch mit dem Eishockeyschläger geschickt umzugehen verstehen.

 
Kurzer geschichtlicher Abriss


Wann, wo und wie Eishockey entstand, ist nicht restlos geklärt. Verschiede Länder wie Holland, England, Frankreich, Schweden, Norwegen und hauptsächlich Kanada wollen uns mit ihren Versionen über die Entwicklung des Eishockeys in ihrem Land überzeugen.

Vorläufer des Eishockey - Stockballspiele - sind Uralt. Auf Gemälden, und Stichen sind Menschen auf Eis dargestellt, mit und ohne Schlittschuhe, die einen gekrümmten Stock halten, der unserem heutigen Hockeyschläger täuschend ähnlich sieht.

 
Beginn des Eishockeys


Die nordeuropäischen Länder sprechen von der Entstehung des Eishockeys, und zwar über Eislaufen mit dem Ball. Mit einem Krummstab wurde dieser hin und her geschoben. Daraus entwickelte sich das so genannte "Bandy-Spiel", dass schon im 11. Jahrhundert in England gespielt wurde. Dieses Spiel war sehr beliebt und wird in Skandinavien und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion noch immer gespielt.

Erste Hinweise aus Kanada beschreibt der französische Missionar Fabrie Segard im Jahr 1632 in seinem Buch "Die weite Reise in das Land der Huronen" (heutige Provinz Ontario in Kanada). Er schilderte ein Spiel, dass von jungen Indianern auf festgestampften Schnee betrieben wurde. Mit einem gekrümmten Stab wurde dabei ein leichter Holzklotz bewegt. Die Bezeichnung Hockey lässt sich dabei aus dem französischen Wort für den gekrümmten Stock des Schäfers ableiten - hoguet.


Einen Baustein in der Geschichte des Eishockeys haben auch die Soldaten der königlich-kanadischen Garnison geliefert. Beim Schneekehren haben sie sich gefundene Gegenstände (Steine, Holz, gefrorene Rossäpfel) mit dem Besen zugespielt. Später wurde diese Betätigung zum reinen Spiel. Um beweglicher zu sein, banden sich die Soldaten Kufen unter die Schuhe, aus dem Besen wurde ein Stock und aus dem zufällig gefundenen Gegenstand ein Ball. Kurz ist nun der Weg zum Eishockey. Durch Austauschen des Balls in einen Puck (damals eine aus Hartholz abgesägte Scheibe), durch einen angepassten Schläger, das Aufstellen von zwei Mannschaften und zwei Toren sowie das Einhalten der vorgeschlagenen Regeln verwandelte sich das Bandy-Hockey in das kanadische Eishockey.

In Europa gab es verschiedene Bezeichnungen für das gleiche Spiel. Die Engländer nannten es "Shinny", die Schotten "Shanty" und die Iren "Hurtling".


Das erste Eishockeyspiel, in dem ein Puck (damals noch aus Holz) den bisher üblichen Ball ersetzte, fand am 3.März 1875 im Victoria-Skating-Ring in Montreal statt. Die ersten Spielregeln arbeiteten die Spieler der McGill-Universität in Montreal aus. 11 Spieler bildeten eine Mannschaft. Leider endete damals kein Spiel ohne Verletzte. Oftmals spielte ein Team nur mit acht Leuten, da die anderen verletzt waren. Deshalb reduzierte man die Anzahl der Spieler, die sich auf dem Eis befinden durften, zunächst auf sieben. Damit kam man der heutigen Regelung - sechs Spieler auf dem Eis - schon sehr nahe. Die erste organisierte Eishockeyliga (Ontario Hockey Association) wurde 1890 mit vier Clubs in Kingston gegründet.

Der englische Gouverneur von Kanada, Lord Stanley, stiftete 1893 den nach ihm benannten und bis heute umkämpften "Stanley-Cup". Schon 1906 wird vom professionellen Eishockey gesprochen, welches sich in kurzer Zeit in den USA ausbreitete. Im Jahre 1917 wurde die NHL gegründet.

 
Wie wurde Eishockey in Europa bekannt?


Auch in Europa wurde Bandy gespielt. Es ist geschichtlich nachgewiesen, dass 1880 britische Kurgäste in der Schweiz Bandy spielten. Jedoch gab es damals noch etwas größere Unterschiede zwischen Eishockey und Bandy. Das schon mehr durchdachte kanadische Eishockey kam nun erstmals nach England. Bereits 1903 wurden die London Canadians Eishockeymeister und somit erster nationaler Meister in Europa.

Im Mai 1908 wurde der Internationale Eishockeyverband (Ligue Internationale de Hockey sur Glace - LIHG) gegründet. Französisch war damals die erste Amtssprache des Verbandes. Noch im gleichen Jahr traten die Länder Frankreich, Böhmen, Schweiz der LIHG bei. 1909 folgte Deutschland als 6. Mitglied. Im Februar 1911 wurde Russland aufgenommen, aber gleich im September wurde dies wieder rückgängig gemacht. 1912 traten Luxemburg, Österreich und Schweden dem Verband bei.


1920 wurden Deutschland und Österreich als Verlierer des 1. Weltkrieges aus der LIHG ausgeschlossen, Böhmen wurde in Tschechoslowakei umbenannt; Kanada und die USA (Amateure) traten dem Verband bei. Englisch wurde als zweite Amtssprache eingeführt. Dadurch entstand der Name, der auch noch heute verwendet wird: International Ice Hockey Federation (IIHF). Da Frankreich immer mehr Einfluss beim Eishockey verlor, wurde Englisch zur ersten Amtssprache. 1923 kam Spanien hinzu. 1924 wurde Österreich unter der Bedingung, keine Länderspiele gegen Deutschland und Ungarn auszutragen, wieder aufgenommen. Jedoch war es den Vereinsmannschaften gestattet, gegeneinander zu spielen.

1925 trat Schweden aus Protest aus der IIHF aus, weil Deutschland nicht wieder aufgenommen wurde - im Gegensatz zu Österreich. 1926 wurde Deutschland dann doch wieder aufgenommen und Schweden trat in den Verband wieder ein. 1939 war die Mitgliederzahl auf 25 Staaten angewachsen. 1946 wurden Deutschland und Japan aus dem Verband ausgeschlossen. Lettland und Litauen wurden gestrichen, weil sie nicht mehr existierten. Dänemark kam als neues Mitglied hinzu.


Noch einige wichtige Daten:

  • 1920 wird Eishockey in das olympische Programm aufgenommen
  • 1930 wurden Welt- und Europameisterschaften zusammengelegt
  • 1951 wurde die BRD wieder in den IIHF aufgenommen, die DDR 1954
  • 1965 wurde erstmals ein Eishockeyschläger mit gekrümmter Schaufel bei der Weltmeisterschaft in Tampere/ Finnland gespielt. Dieser erste Schläger wurde vom damaligen tschechoslowakischen Nationalspieler Josef Capla entwickelt und von der Firma Artis Horazdovice hergestellt. Diese Schläger trugen die Bezeichnung Alpac - dessen Name des Erfinders rückwärts gelesen nachempfunden wurde
  • 1975 Einführung der Junioren-Weltmeisterschaft
  • 1977 Einführung der Europameisterschaft der Junioren

Momentane Mitglieder des IIHF vor der WM 2005:

  • A-Weltmeisterschaft: Tschechien, Kanada, Russland, Schweden, Slowakei, USA, Finnland, Schweiz, Lettland, Weißrussland, Ukraine, Kasachstan, Slowenien, Dänemark, Deutschland, Österreich
  • B-Weltmeisterschaft, Division A: Norwegen, Polen, Ungarn, Japan, Großbritannien, China
  • B-Weltmeisterschaft, Division B: Italien, Frankreich, Holland, Estland, Litauen, Rumänien
  • C-Weltmeisterschaft, Division A: Kroatien, Australien, Nordkorea, Bulgarien, Neuseeland, Türkei
  • C-Weltmeisterschaft, Division B: Israel, Serbien/Montenegro, Republik Korea, Belgien, Spanien, Island
  • D-Weltmeisterschaft: Mexiko, Südafrika, Luxemburg, Irland, Armenien
 
Eishockey in Deutschland


Das erste richtige Eishockeyspiel (kein Bandy) wurde 1897 in Berlin ausgetragen. 1908 wurde die Sportart in den DEV (Deutscher Eissport-Verband, als deutscher nationaler Eislaufverband 1888 gegründet) aufgenommen. 1912 wurde der Berliner Schlittschuhclub erster deutscher Meister. Davor spielten die Mannschaften ohne eine Meisterschaft. Am 16.06.1963 haben acht Landesverbände und 32 Vereine in Krefeld den Deutschen Eishockey Bund als selbstständigen Fachverband unter dem Dach des DEV aus der Taufe gehoben. 1882 waren es bereits 10 Landesverbände und 145 Mannschaften, die dem DEB angehörten.


1997 wurde erstmals Eishockey auf einem zugefrorenen Teich in Mühlbach/Kreis Pirna gespielt.

Quantensprung im sächsischen Eishockey 2002: die Dorfteichliga entsteht auf Initiative der Dresdner Ice Pilots und gilt seit jeher als Eishockeyhochburg des Hobbyeishockeys im Raum Dresden. Im Winter 2004/2005 tritt die Eishockeyformation Packeis Mühlbach der Liga bei.

 


Besucher

072581
HeuteHeute8
Diese WocheDiese Woche121
Diesen MonatDiesen Monat400
GesamtGesamt72581
IP:54.156.32.65

Anmeldung




Created and Designed by Sticker